Seit 2026 darf ich als Landtagsabgeordneter für unsere schöne Region tätig sein. Ich lebe in Ettlingen im Stadtteil Spessart und somit kenne ich die Herausforderungen der Menschen auch außerhalb der Kernstadt. Die manchmal schwierige Verkehrsanbindung und Wege die im Alltag nötig sind. Zum Wahlkreis 31 gehören neben Ettlingen auch die Gemeinden Rheinstetten, Malsch, Waldbronn, Karlsbad, Marxzell und Pfinztal.
Im Wahlkreis gibt es von Hightech bis zur Industrietradition, Kulinarik und Kunst, von den Rheinauen über Wälder und einzigartige Kulturlandschaften – eben ein ganz besonderer Ort. Gelegen am Fuße des Schwarzwalds und am Rhein bietet die Region von der Frühzeit bis ins heute Tradition, Kunst und vielfältige Kultur. Der BürgerInnengeist, das Ehrenamtliche Engagement und der Zusammenhalt der Menschen vor Ort beeindruckt mich immer wieder aufs Neue.
Mein Wahlkreis ist so vielseitig wie die Menschen die hier leben. Hier eine kleine Rundreise:
Ettlingen
Meine Heimat an der Alb blickt auf rund 2.000 Jahre Siedlungsgeschichte zurück – von einer römischen Marktsiedlung über die Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1192 bis zur markgräflichen Residenzstadt. Das Ettlinger Schloss mit dem prächtigen Asamsaal, die barocke Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und die St. Martinskirche erzählen bis heute diese Geschichte.
Die Höhenstadteile – Spessart, Schöllbronn und Schluttenbach – liegen bereits auf den Schwarzwald-Ausläufern und sind beliebtes Ziel für Ausflüge.
Gleichzeitig ist Ettlingen ein lebendiger Wirtschaftsstandort: Schon im 19. Jahrhundert entstanden hier bedeutende Fabriken wie die Maschinenfabrik Lorenz, die Motoren für die ersten Automobile baute – heute sorgt ein breiter Branchenmix und die gute Anbindung an Karlsruhe für wirtschaftliche Stabilität.
Malsch
Gelegen in der Vorbergzone des nördlichen Schwarzwalds zwischen Ettlingen und Rastatt und wurde bereits 1065 erstmals urkundlich erwähnt – damals im Besitz des Benediktinerklosters Weißenburg im Elsass. Mit den Ortsteilen Sulzbach, Völkersbach und Waldprechtsweier, die in den 1970er Jahren eingemeindet wurden, zählt die Gemeinde heute rund 14.500 Einwohner. Historisch bedeutsam: 1796 lieferten sich hier österreichische, sächsische und französische Truppen in der „Schlacht bei Malsch“ eine der größeren Auseinandersetzungen des Ersten Koalitionskriegs am Oberrhein.
Wirtschaftlich hat sich Malsch zu einem gefragten Gewerbe- und Industriestandort der Technologieregion Karlsruhe entwickelt, mit einem über 90 Hektar großen Industriegebiet und guter Anbindung an A5 und B3. Naturfreunde schätzen den Mahlbergturm im Ortsteil Völkersbach – mit 613 Metern der höchste Punkt im Landkreis Karlsruhe, von dem aus man bis zu den Vogesen blicken kann.
Rheinstetten
Rheinstetten ist seit 2003 Standort der Messe Karlsruhe – mit 52.000 Quadratmetern Hallenfläche und weiteren 60.000 Quadratmetern Freigelände eine der größten Messen Deutschlands. Internationale Fachmessen, Publikumsmessen wie die „offerta“ und große Kongresse ziehen jährlich hunderttausende Besucherinnen und Besucher in die Region.
Gleichzeitig liegt Rheinstetten mitten in den Rheinauen – die Nähe zum Fluss prägt das Landschaftsbild und macht die Gemeinde zu einem Bindeglied zwischen Wirtschaftskraft und Naturnähe direkt vor den Toren Karlsruhes.
Marxzell
Als südlichste Gemeinde des Landkreises Karlsruhe liegt Marxzell mitten im Albtal des Nordschwarzwalds, umgeben von den Höhendörfern Burbach, Pfaffenrot und Schielberg. Die Ruine des Klosters Frauenalb mit ihren markanten Doppeltürmen ist das Wahrzeichen des Tals, und der Klosterpfad verbindet die alten Schwarzwälder Gründungsklöster auf einer stimmungsvollen Wanderroute.
Eine interessante Fußnote der Automobilgeschichte: Die Vorfahren von Carl Benz stammen aus dem Marxzeller Ortsteil Pfaffenrot. Die Albtalbahn verbindet Marxzell direkt mit Ettlingen und Karlsruhe und macht die Erholungslandschaft auch ohne Auto gut erreichbar.
Pfinztal
Pfinztal ist mit rund 19.000 Einwohnern die einwohnerstärkste Gemeinde Baden-Württembergs ohne Stadtrecht – entstanden 1974 aus dem Zusammenschluss von Berghausen, Kleinsteinbach, Söllingen und Wöschbach im Tal der Pfinz, am Rande des Kraichgaus.
Wirtschaftlich ist die Gemeinde vor allem als Sitz des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (ICT) bekannt, wo angewandte Forschung in Polymer- und Umwelttechnik betrieben wird – ergänzt durch mittelständische Industrie- und Handwerksbetriebe wie das Schmiedeunternehmen Edelstahl Rosswag. Die gute Anbindung nach Karlsruhe und Stuttgart macht Pfinztal zugleich zu einem beliebten Wohnort für Pendlerinnen und Pendler.
Waldbronn
Waldbronn liegt idyllisch im Albtal und ist ein staatlich anerkannter Kurort mit eigener Thermalheilquelle: Aus 400 Metern Tiefe steigt mineralreiches Wasser auf, das seit 1993 den Titel „Ort mit Heilquellenkurbetrieb“ trägt. Die Albtherme mit ihrer Bade- und Saunalandschaft ist weit über die Region hinaus bekannt und macht Waldbronn zu einem Ort der Erholung zwischen Schwarzwald-Natur und Großstadtnähe zu Karlsruhe und Ettlingen.
Wirtschaftlich zeigt Waldbronn das Hightech und Erholung nebeneinander bestehen.
Karlsbad
Die Gemeinde am Nordrand des Schwarzwalds entstand 1971 aus fünf eigenständigen Dörfern: Auerbach, Ittersbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg. Ihren Namen verdankt sie einem Fürstenbad, das Markgraf Karl Wilhelm von Baden 1719 in Langensteinbach errichten ließ – „Karls Bad“. Heute ist Karlsbad vor allem für Süddeutschlands größten Rhododendronpark und die Ruine der Wallfahrtskirche St. Barbara mit ihrem Aussichtsturm bekannt.
