Wir waren am Ettlinger Robberg unterwegs. Das besondere Biotop am Hang zeichnet sich durch Trockensteinwände aus, also Mauern, die ohne Mörtel aus losen Steinen aufgeschichtet wurden. Diese Kultur stammt noch aus der Zeit, in der in Ettlingen Weinbau betrieben wurde.
Heute sind diese Mauern ein wichtiges Biotop für verschiedenste selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Die Mauern müssen regelmäßig gepflegt werden, um Bewuchs wie Efeu oder Brombeeren zu entfernen. Dieser Bewuchs kann die Mauern schädigen. Laien sollten diesen Bewuchs auf keinen Fall entfernen, da es im schlimmsten Fall zum Einsturz der Mauern kommen könnte.
Behrend Schlüter hat uns erklärt, wie die Mauern gebaut werden und wie das Gebiet am Robberg in der Vergangenheit zur Versorgung der Ettlingerinnen und Ettlinger beigetragen hat. Auch heute wird wieder Wein am Robberg angebaut.
Die hier vorkommenden Tiere wie Eidechsen, Weinbergschnecke, Gottesanbeterin und auch Feuersalamander sind auf die selten gewordenen Biotope angewiesen. Auch Ringelnattern wurden in den Gärten schon gesichtet.
Trockensteinwände am Robberg: Biotop vor der Haustür
