In seiner ersten Rede im Landtag von Baden-Württemberg hat Kai Keune MdL die Bedeutung einer starken europäischen Zusammenarbeit betont und zentrale Impulse für die zukünftige Ausrichtung der „Vier Motoren für Europa“ hervorgehoben.
Im Fokus stand die jüngst in Barcelona erfolgte Übergabe der Präsidentschaft von Katalonien an die Lombardei. Dieser Wechsel sei weit mehr als ein formaler Akt, so Keune:
„Er ist ein klares Signal für Kontinuität, für Zusammenarbeit und für eine gemeinsame Vision eines wettbewerbsfähigen, nachhaltigen und innovativen Europas.“
Ein zentraler Meilenstein des Treffens war die Vorstellung der Strategischen Roadmap 2026 bis 2030. Diese orientiert sich am „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit“ der Europäischen Kommission und definiert klare Schwerpunkte für die Zusammenarbeit der vier Partnerregionen Baden-Württemberg, Katalonien, Lombardei und Auvergne-Rhône-Alpes. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Innovation, Dekarbonisierung, strategische Autonomie und inklusives Wirtschaftswachstum. Konkrete Kooperationsfelder reichen von Künstlicher Intelligenz über Halbleiter bis hin zu Quantentechnologien und moderner Materialforschung.
Keune betonte, dass die Zusammenarbeit der Vier Motoren langfristig angelegt sei und einen wichtigen Beitrag zur europäischen Industrie- und Innovationspolitik leiste. „Wer die technologischen Grundlagen von morgen mitgestaltet, stärkt nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, sondern auch soziale Teilhabe und Europas globale Handlungsfähigkeit.“
Besondere Bedeutung komme dabei der Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Wertschöpfung zu. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sein können. Strategische Autonomie bedeute daher nicht Abschottung, sondern eine kluge Verbindung aus Diversifizierung, Innovation und regionaler Stärke.
Auch die gemeinsame Erklärung der Vier Motoren zum „Industrial Accelerator Act“ der Europäischen Kommission unterstreiche die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller politischen Ebenen. Regionen wie Baden-Württemberg seien dabei zentrale Akteure, die europäische Strategien konkret vor Ort umsetzen.
Abschließend verwies Keune auf die besonderen Stärken Baden-Württembergs: einen innovativen Mittelstand, eine exzellente Forschungslandschaft und die Fähigkeit, Transformationsprozesse aktiv zu gestalten. Ziel sei ein Europa, das wirtschaftliche Stärke, ökologische Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt verbindet – getragen von starken Regionen.
