Zu Besuch bei der Oettinger Gruppe: Innovative Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

Heute habe ich gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Thomas Hentschel (Wahlkreis Rastatt) die Oettinger Gruppe in Malsch und Durmersheim besucht. Im Mittelpunkt unseres Austauschs standen innovative Ansätze für eine ressourcenschonende Bauwirtschaft und die Zukunft der Kreislaufwirtschaft im Bausektor.

Die Unternehmensinhaber Catrin und Robert Oettinger gaben uns einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsfelder – vom Rückbau über den Tief- und Straßenbau bis hin zum Stoffstrommanagement und Baustoffrecycling. Besonders beeindruckt hat mich der ganzheitliche Ansatz, nachhaltige Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten zu finden. Beim Baustoffrecycling haben sie innovatives Verfahren entwickelt, bei dem zusätzlich CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton gespeichert wird. Solche Technologien zeigen eindrucksvoll, wie Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft Hand in Hand gehen können und welches Potenzial im Bausektor noch erschlossen werden kann.

Im Anschluss besichtigten wir das Baustoff-Recycling-Zentrum (BRZ) der Oettinger Gruppe in Durmersheim. Dort konnten wir aus nächster Nähe erleben, wie mineralische Bauabfälle sortenrein getrennt, hochwertig aufbereitet und anschließend als Sekundärrohstoffe wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Es war beeindruckend zu sehen, wie moderne Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert.

Die Bauwirtschaft gehört mit einem Anteil von rund 54 Prozent zu den größten Abfallerzeugern in Deutschland. Gleichzeitig verursacht der Gebäude- und Bausektor weltweit rund 40 Prozent der CO₂-Emissionen. Umso wichtiger sind innovative Recyclingverfahren, die wertvolle Rohstoffe erhalten, natürliche Ressourcen schonen und den Bedarf an Primärmaterialien reduzieren. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.

Bei meinem Besuch bei der Öttinger Gruppe wurde klar, welches Potenzial im Baustoffrecycling steckt. Gerade die Baubranche bietet enorme Chancen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Innovative Unternehmen wie die Oettinger Gruppe machen vor, wie Ressourcenschutz, Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehen können. Solche Lösungen brauchen wir, wenn wir Baden-Württemberg nachhaltig und zukunftsfähig gestalten wollen.

Ich danke Catrin und Robert Oettinger herzlich für den offenen Austausch und die spannenden Einblicke. Der Besuch hat einmal mehr gezeigt: Die Transformation hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft gelingt dort, wo Innovation, Unternehmergeist und Nachhaltigkeit zusammenkommen.

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